
SupervisionSupervision bietet Angehörigen psychosozialer Berufe (Krankenpflege, Sozialarbeit, Lehrberufe, Psychologie, Betagtenbetreuung, etc.) die Möglichkeit, ihre eigene berufliche Situation zusammen mit einer aussenstehenden Fachperson zu überdenken. Supervision ist ein ganzheitlicher Lernprozess, in dem Wissen und Verstehen, Gefühle und Handeln gleichzeitig angesprochen sind.Gegenstand der Supervision ist die Beziehung zu KlientInnen, SchülerInnen, PatientInnen und zu KollegInnen, das methodische Handeln und der eigene Umgang mit beruflichen Belastungen. Ziel ist die Bearbeitung von Störungen, die Klärung beruflicher Rollen, die Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten und die Förderung von persönlichen und institutionellen Entwicklungspotentialen. Die Supervision ist ein wesentliches Element der Qualitätssicherung psychosozialer Arbeit und hilft mit, berufliches Ausbrennen zu vermeiden und eine hohe Qualität der Dienstleistungen zu sichern. (Definition des Berufsverbandes für Supervision und Organisationsberatung BSO) Einzelsupervision Die oder der Angehörige eines sozialen Berufs bespricht regelmässig, z.B. vierzehntäglich jeweils 1 Stunde, die gerade aktuellen beruflichen Fragen. Vorteile: Konzentration auf eine einzige berufliche Situation, gezieltes Eingehen auf die Bedürfnisse und Fragestellungen der SupervisandInnen, enger Bezug möglich zwischen beruflichem Handeln und Persönlichkeitsentwicklung. Speziell geeignet bei dringenden Anliegen, neuen Arbeitssituationen, Berufskrisen. Nachteil: Der Erfahrungsaustausch fehlt weitgehend, das soziale Lernen in der Gruppe, resp. im Team hat keinen Platz. Modus: z.B.:10 mal 1 h während 20 Wochen. Überprüfung der Vereinbarung nach dem dritten Mal. Gruppensupervision Eine Gruppe von 5 - 7 Angehörigen ähnlicher oder unterschiedlicher psychosozialer Berufe aus verschiedenen Institutionen trifft sich regelmässig mit der Supervisorin / dem Supervisor, um gemeinsam berufliche Fragestellungen zu reflektieren. Vorteil: Lernen durch Anteilnahme an den Erfahrungen anderer Gruppenmitglieder; verschiedene Rollen, sowohl als Lernende wie auch als Lernbegleitende anderer; kennenlernen verschiedener methodischer Ansätze. Nachteil: weniger günstig für dringliche Anliegen und hohen Leidensdruck, bei nach Berufen durchmischter Zusammensetzung ungünstig für Fragen der Berufsidentität. Modus: z.B.: 10 mal ½ Tag während 40 Wochen, Überprüfung der Vereinbarung nach dem dritten Mal. Teamsupervision Eine Gruppe von MitarbeiterInnen einer sozialen Institution, einer Abteilung eines Spitals etc. reflektiert die gemeinsame Praxis. Dabei wird sowohl das berufliche Handeln gegenüber PatientInnen, SchülerInnen etc. zur Sprache kommen (Fallbesprechungen), wie auch Fragen der Zusammenarbeit innerhalb des Teams und in der ganzen Institution. Vorteil: Überall dort, wo mehrere Beteiligte an einer Dienstleistung beteiligt sind, kann sich durch die Supervision eine gemeinsame Sichtweise entwickeln, können Reibungsverluste in der Zusammenarbeit minimiert werden. Nachteile: Weniger Zeit und Aufmerksamkeit für persönliche Anliegen. Je nach Erfahrung des Teams braucht es etwas Zeit, bis sich genügend Offenheit entwickeln kann. Modus: z.B.:10 mal 1 ½ h bis 2 h während 30 Wochen. Überprüfung der Vereinbarung nach dem dritten Mal. Curriculum vitae -> Kontakt -> Publikationsliste -> Links-> |